Brunhilde in Not

Donnerstag, 11. Dezember 2014




Brunhilde ist nach Nadira gereist, weil sie sich da etwas klauen wollte. Sie versteckte sich neben einer großen Halle des Dorfes, doch es lag schon Schnee und ein Mann folgte ihren Spuren im Schnee. Er überraschte sie mit seiner Stimme, die sie erschrocken herum fahren ließ. Er wollte sie irgendwie unbedingt in die Halle bekommen, sagte ihr aber nicht warum. Er ging einfach auf sie zu, als sie sich verweigerte. Er muss sehr frustriert oder wütend gewesen sein, denn ohne viel zu zögern schlug er ihr ins Gesicht, als sie nicht hören wollte. Nicht nur einmal, sondern mehrere Male. Sie wollte ihm nicht in die Halle folgen, doch er zwang sie, indem er sie an den Haaren packte und sie hinter sich her zog. In der Halle ließ er sie schon geschwächt auf ein Fell vor dem Kamin fallen. Sie konnte sich dort wenigstens aufwärmen.
Er glaubte wohl, eine Sklavin vor sich zu haben, denn er wollte sie unbedingt zum Knien bringen. Doch das wollte sie nicht und so geschwächt, wie sie durch seine Behandlung schon war, konnte sie sich nicht mal hinknien. Das brachte ihn jedoch nicht davon ab, sie noch zweimal ins Gesicht zu schlagen. Jedoch erkannte er, dass das keinen Erfolg bringen würde und er brachte sie in sein Haus, wo sie sich etwas erholen konnte.
 
 Am nächsten Morgen war niemand im Haus. Sie versuchte, sich über den Dorfplatz davon zu schleichen. Ihre Nase war geschwollen und gerötet. Deswegen bog sie auf dem Weg aus dem Dorf in eine Heilerstube ab, wo sie nach heilender Salbe suchte. Als sie auf einen Tisch klettern musste, fand sie eine Sklavin, die einen Mann holte. Es war ein anderer Kerl, der sie schließlich in einen Kerker sperrte.

Doch auch er ließ sie im Kerker allein, wie der andere schon in seinem Haus zuvor. So schaffte sie es, eine andere Sklavin zu überreden, sie frei zu lassen und konnte deshalb aus dem Dorf fliehen.
Doch als sie eine weite Strecke hinter sich gebracht hatte und an einer Lichtung anhielt, auf der Pilze wuchsen, stand auf einmal ein Kerl vor ihr und als sie aufschaute, erkannte sie Diego, den Mann aus Belnend, der sie schon zuvor gefangen hatte. Sie konnte nicht weglaufen, war unbewaffnet und nicht mal Kleidung hatte man ihr gelassen. Er brachte sie in sein Haus in Belnend, das kaum weit entfernt war und schloss die Tür ab.

Sie hatte keine Möglichkeit zu fliehen und war ihm vollkommen ausgeliefert. Er zögerte nicht lange und nahm ihr alles, was sie noch an sich trug, stellte sich dicht vor sie und bedrängte sie in einer Ecke. Sie konnte seine Hände an sich spüren, die ihr keinen Ausweg gewährten. Auch ihre Piercings waren ihr nicht mehr gegönnt und er zwang sie mit einfachen Mitteln, sie abzunehmen, denn hätte sie sie nicht freiwillig abgelegt, hätte er sie ihr entrissen.

Sie war lange unterwegs und er ließ sie in seiner Wanne baden. Natürlich nicht ohne sich selbst mit dazu zu gesellen und von ihr zu verlangen, ihn zu waschen. Jeden Versuch, den sie unternahm, um ihm zu widersprechen, erstickte er jedesmal im Keim mit seiner Bedrohlichkeit. Irgendwann reichte nur noch die Androhung von Gewalt, bald dann nur noch der Gedanke daran, um sie gefügig zu machen. Er nahm sich von ihr, was er wollte, manipulierte sie mit seinen Worten und seinen Händen, bis sie alles tat, was er wollte, nur weil sie keinen anderen Weg sah.

Sie wollte abwarten, bis sich eine Gelegenheit ergab, zu fliehen, doch die kam einfach nicht. Einmal, als sie fliehen wollte, kam er kurz vor ihrer Flucht in sein Haus und erwischte sie fast. Sie konnte die Spuren noch verwischen.

Sie machte einen Fehler beim Grüßen und schon sagte er ihr, dass er ihr alles gab. Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf und sie nichts für ihn tat, nicht lernen wollte, da platze ihr der Kragen und sie schrie ihn an. Sie wollte nie ein Dach über dem Kopf sondern den freien Himmel.

Er kettete sie an ein Kreuz und trat dicht an sie heran. Wieder war er so manipulativ und dominant, dass sie sich ihm nicht entziehen konnte, selbst wenn sie nicht gefesselt wäre. Kurz darauf verließ er sein Haus und schleppte einen Freund mit einer Sklavin an. Der Freund sollte sie wohl kaufen und er wollte sie ihm vorführen. Glücklicherweise griff da ihr Stamm an und befreite sie aus diesem erbarmungslosen Haus.

Text: Brunhilde

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